20.04.2012

Planmäßig und erfolgreich verlaufen die Arbeiten an der Ismaninger Bohrung „Thermal 1“. Mit bis zu 25 Metern pro Stunde hat sich der Bohrmeißel seit dem Bohrstart am 12. April in die Tiefe gefressen, ehe am Morgen des 17. April das erste Etappenziel absolviert war: „Absetzteufe der ersten Bohrsektion erreicht.“ Das bedeutet, dass die geplante Bohrstrecke von 605 Metern für die erste Sektion erreicht wurde.

200 Tonnen Bohrgestänge kann dieser Haken tragen

200 Tonnen Bohrgestänge kann dieser Haken tragen

Der erste von insgesamt vier Abschnitten ist somit fertig gebohrt und wurde mit Stahlrohren ausgekleidet, um das Bohrloch dauerhaft zu stabilisieren. Hierzu wurde das Bohrgestänge komplett aus der Bohrung gezogen und diese anschließend gespült, um sie von Rückständen zu befreien. Nach einer genauen Vermessung der Bohrung wurden stählerne Futterrohre, sogenannte Casings, bis auf die erbohrte Strecke von 605 Metern in das Bohrloch eingebracht.

Anschließend wurde die Verrohrung durch das Einpressen von Zement in den verbleibenden Zwischenraum zum umliegenden Gestein stabil und dauerhaft mit diesem verbunden. Der Zement muss nun einige Tage aushärten, ehe mit einem kleineren Bohrmeißel von 12 1/4 Zoll, also gut 30 Zentimetern, weitergebohrt wird. Die folgende zweite Sektion wird in rund 1.300 Meter Tiefe führen, was wegen der Ablenkung der Bohrung einer Bohrstrecke von etwa 1.500 Metern entspricht. Nach Erreichen dieser Tiefe beginnt der beschriebene Vorgang erneut: Bohrgestänge ausbauen, Bohrloch spülen, Stahlrohre einbauen und zementieren.

Interessenten können den Bohrfortschritt auf der Startseite der WVI-Homepage – mit Ausnahme des Wochenendes – tagesaktuell mitverfolgen.