Fernwärme

Fernwärme2018-03-26T15:52:58+00:00

Wie kommt die Erdwärme ins Haus?

Doppelt isolierte Leitungsrohre für optimalen Wärmetransport

Doppelt isolierte Leitungsrohre für optimalen Wärmetransport

Zwischen der Förderbohrung und der Reinjektionsbohrung wird das heiße Thermalwasser in der Energiezentrale über große Wärmetauscher geleitet und gibt dabei seine Wärme an das im Fernwärmenetz zirkulierende Wasser ab.

Das Fernwärmenetz ist ein unterirdisch – in der Regel in Straßen – verlegtes Rohrleitungssystem aus wärmegedämmten, doppelt mit Kunststoff isolierten Stahlrohren. Starke Pumpen befördern das im Wärmetauscher erhitzte Netzwasser von der Energiezentrale bis zu den Gebäuden der Verbraucher. In den Fernwärmeleitungen und natürlich auch in den Heizkörpern der Kunden zirkuliert also kein Thermalwasser, sondern normales, kalkreduziertes Leitungswasser.

Hausanschluss: Überschaubare Bauarbeiten

Auf dem Weg zum Kunden: Fernwärmerohre in der Straße (links), Rohre für den Hausanschluss (Mitte) und eine Wärmeübergabestation im Heizungskeller (rechts)

Auf dem Weg zum Kunden: Fernwärmerohre in der Straße (links), Rohre für den Hausanschluss (Mitte) und eine Wärmeübergabestation im Heizungskeller (rechts)

Da die Zuführung des heißen Wassers und der Abtransport des abgekühlten Wassers über getrennte Leitungen erfolgen müssen, werden stets eine Vorlauf- und eine Rücklaufleitung verlegt. Von den Hauptleitungen in der Straße führen Abzweige bis in die Heizungskeller der Kunden. Während die Hauptleitungen bis zu 40 Zentimeter Durchmesser haben, handelt es sich bei den Hausanschlussleitungen für Privathäuser in der Regel um 25-Millimeter-Rohre, die zusammen mit der Isolierung lediglich den Durchmesser eines Bierdeckels haben. Von der Grundstücksgrenze bis zum Gebäude ist deshalb nur ein schmaler, rund 50 Zentimeter breiter Rohrgraben notwendig, der nach der Verlegung wieder verfüllt wird.

Im Heizungskeller des Kunden wird ein weiterer Wärmetauscher installiert, die sogenannte Wärmeübergabestation. In ihr wird die Wärme des Netzwassers an den Hauskreislauf übertragen. Die Wärmeübergabestation ist beim normalen Hausanschluss ein Gerät etwa von der Größe eines Badschränkchens und ersetzt den bisherigen Öl- oder Gasbrenner. Neben einer geruch- und geräuschlosen Heizung ohne Brennstoffe bringt der Umstieg auf Geothermie deshalb häufig auch einen deutlichen Raumgewinn im Keller.