Das Projekt

So wird es bald auch in Ismaning aussehen.

So wird es bald auch in Ismaning aussehen.

Im März 2011 hat der Gemeinderat Ismaning einstimmig die Erschließung von Tiefengeothermie als Wärmequelle beschlossen. Mit diesem mit rund 72 Millionen Euro größten Investitionsprojekt in der Geschichte der Gemeinde ist die Energiewende in Ismaning eingeleitet und rückt mit großen Schritten näher.

Ab Anfang 2012 werden zwei Tiefenbohrungen – eine sogenannte geothermische Dublette – in Tiefen bis zu 2.500 Meter niedergebracht. Dort, im sogenannten Malmkarst, fließt rund 80 Grad heißes Thermalwasser, das zur Erdoberfläche gefördert und zur umweltfreundlichen Versorgung mit Heizenergie genutzt werden kann. Die Geologen rechnen mit einer Förderrate von rund 70 Litern pro Sekunde, etwa 7,2 Megawatt thermischer Anschlussleistung sollen nach Fertigstellung der Anlage zur Verfügung stehen.

Durch Geothermie weg von Öl und Gas

Schauplatz für die spannende Jagd nach dem Bodenschatz Erdwärme ist ein Gelände an der Ismaninger Mayerbacherstraße, weitab von Wohngebieten. Hier werden nach Abschluss der Bohrarbeiten auch die Wärmetauscher installiert, in denen das geförderte Thermalwasser seine Wärmeenergie an das im Fernwärmenetz zirkulierende Wasser abgibt und anschließend über die zweite Bohrung wieder in den tiefen Untergrund zurückgeführt wird.

Über mehrere Jahre hinweg wird die Gemeinde Ismaning dann in einzelnen Bauabschnitten durch ein Fernwärmenetz erschlossen, um Privatabnehmer, Unternehmen und öffentliche Gebäude mit Geothermie zu versorgen. Große Teile der Gemeinde werden dann in der Wärmeversorgung unabhängig von den fossilen Energieträgern Öl und Gas sein.