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Ismaning dreht auf

30.11.2012

Durch kräftiges Drehen am Absperrhahn gaben Ismanings Erster Bürgermeister Michael Sedlmair und Andreas Hobmeier, Geschäftsführer der Wärmeversorgung Ismaning (WVI), am 29. November den Thermalwasserkreislauf der Geothermieanlage frei. Passend zum Anlass fand die Aktion in dichtem Schneetreiben statt. Gut eineinhalb Jahre nach dem Grundsatzbeschluss des Gemeinderats zur Nutzung der Geothermie am 17. März 2011 ist die Ismaninger Fernwärmeversorgung aus Geothermie damit betriebsfertig.

Energiewende in der Praxis: Bürgermeister Michael Sedlmair (re.) und WVI-Geschäftsführer Andreas Hobmeier nehmen den Geothermie-Kreislauf in Betrieb

Energiewende in der Praxis: Bürgermeister Michael Sedlmair (re.) und WVI-Geschäftsführer Andreas Hobmeier nehmen den Geothermie-Kreislauf in Betrieb

Ab sofort wird das rund 75 Grad heiße Wasser im Zuge des Langzeitpump- und Injektionsversuchs über große Plattenwärmetauscher geleitet, ehe es wieder in den tiefen Untergrund zurückgepumpt wird. Im Wärmetauscher übernimmt das im Verteilnetz zirkulierende Wasser die Wärmeenergie aus dem Thermalwasser und bringt sie, angetrieben durch starke Netzpumpen, zu den Abnehmern. Damit werden in einem realitätsnahen Versuchsaufbau die zukünftige Thermalwassernutzung simuliert und wichtige Daten gesammelt.

„In etwas mehr als eineinhalb Jahren seit dem positiven Beschluss im Gemeinderat haben wir knapp sechs Kilometer in die Tiefe gebohrt, neun Kilometer Versorgungsnetz gebaut und darüber hinaus die komplette Infrastruktur für die Aufnahme der Wärmeversorgung geschaffen“, sagte Bürgermeister Sedlmair erfreut. „Das ist eine großartige Leistung aller Projektbeteiligten, wofür ich im Namen der ganzen Gemeinde unseren herzlichen Dank sage.“

Willkommene Gelegenheit im Schneegestöber: Bürgermeister Michael Sedlmair (li.) und Armin Konkel von den Gemeindewerken Ismaning testen den Wärmetauscher durch Handauflegen

Willkommene Gelegenheit im Schneegestöber: Bürgermeister Michael Sedlmair (li.) und Armin Konkel von den Gemeindewerken Ismaning testen den Wärmetauscher durch Handauflegen

Auch wenn die Anlage an der Mayerbacherstraße noch nicht ihren endgültigen Ausbau erreicht habe und auch das Fernwärmenetz noch einige Bauabschnitte von seiner geplanten Endgröße entfernt sei, so WVI-Geschäftsführer Andreas Hobmeier, stelle die Betriebsfertigkeit der Fernwärmeversorgung einen Riesenschritt in Richtung Ziel dar, nämlich einer flächendeckenden Versorgung der ganzen Gemeinde Ismaning. „Mit der Freischaltung der Thermalwasserförderung ist die wichtigste Voraussetzung für die Geothermieversorgung unserer Bürgerinnen und Bürger geschaffen. Was folgt, sind Erweiterungen und Optimierungen, aber das Wesentliche haben wir bereits jetzt realisiert.“

Zu diesen Optimierungen beitragen wird der mehrmonatige Langzeitpumpversuch, der in diesen Tagen startet und der die dauerhaft erzielbaren Leistungswerte der Geothermieanlage liefern wird. Davon abhängig wird unter anderem die Auslegung der zu beschaffenden Tauchkreiselpumpe sein, die dafür sorgt, dass das Thermalwasser die natürliche Höhendifferenz von rund 150 Metern zur Geländeoberkante überwinden kann. Momentan wird dies mit einer gemieteten Pumpe bewerkstelligt.

 

Links: Wo sich bis vor kurzem noch der Bohrturm befand, markieren die beiden roten Sondenköpfe nun die Position und den oberen Abschluss der beiden Bohrlöcher Rechts: Für alle Fälle - zum Beispiel die kältesten Tage im Jahr - steht ein gasbetriebener 5-Megawatt-Heizkessel bereit

Links: Wo sich bis vor kurzem noch der Bohrturm befand, markieren die beiden roten Sondenköpfe nun die Position und den oberen Abschluss der beiden Bohrlöcher Rechts: Für alle Fälle – zum Beispiel die kältesten Tage im Jahr – steht ein gasbetriebener 5-Megawatt-Heizkessel bereit

2019-09-30T14:50:44+02:0016.06.2015|Aktuelles|
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